Sie konnte ihn nicht einmal mitnehmen.
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Als ich abends die Tür öffnete, herrschte Stille.
Sie war so ungewöhnlich, dass sofort ein Gefühl der Angst in mir aufkam.
In der Küche stand eine angefangene Tasse Tee.
Auf dem Tisch lag ein Küchenhandtuch.
Es wirkte, als wären die Leute nur kurz weggegangen.
Aber sie waren nicht da.
Ich habe meine Mutter angerufen.
Als ich ihre Stimme hörte, wurde mir sofort klar, dass etwas Schreckliches passiert war.
Sie versuchte, ruhig zu sprechen.
Doch hinter jedem Wort waren Tränen zu hören.
Sie saßen bereits seit mehreren Stunden in einem billigen Hotel.
Mama wiederholte immer wieder:
– Streite dich nicht mit Denis.
Zerstört nicht die Familie wegen uns.
Diese Worte machten es nur noch schmerzhafter.
Auch jetzt dachte sie nicht an sich selbst.
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Denis kam später als gewöhnlich nach Hause.
Er war überrascht, mich in völliger Dunkelheit zu sehen.
— Warum hast du das Licht nicht eingeschaltet?
Ich blickte ihm schweigend in die Augen.
— Wo sind meine Eltern?
Er erstarrte.
Nur für eine kurze Zeit.
Dann antwortete er gelassen:
Sie sind gegangen.
Deine Mutter hat sie rausgeschmissen.
Er seufzte schwer.
– Fang bloß nicht an.
— Hast du ihr die Schlüssel gegeben?
– Es war einmal.
— Haben Sie ihr erlaubt, meine Wohnung zu verwalten?
– Meine Mutter wollte nur das Beste.
Ich stand langsam auf.
Jedes Wort, das er sagte, zerstörte auch noch den letzten Rest Vertrauen in mich.
– Was ist besser?
Er zuckte mit den Achseln.
— Eltern sollten nicht mit einer jungen Familie zusammenleben.
— War das die Entscheidung Ihrer Mutter?
– Nicht nur sie.
Ich hatte das Gefühl, die Person vor mir nicht mehr wiederzuerkennen.
Er hielt das Geschehen tatsächlich für normal.
Als wären Eltern überflüssige Möbelstücke, die man einfach an einen anderen Ort stellen kann.
– Du hast also zugestimmt?
Er schaute weg.
Eine Antwort war nicht mehr erforderlich.
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Am nächsten Morgen bin ich als Erstes ins Hotel gefahren.
Mama sah aus, als wäre sie um mehrere Jahre gealtert.
Papa versuchte zu lächeln.
Doch dieses Lächeln verursachte noch mehr Schmerz.
Ich sagte nur einen Satz:
— Machen Sie sich bereit, nach Hause zu fahren.
Papa schüttelte den Kopf.
– Keine Notwendigkeit.
Wir wollen uns nicht einmischen.
– Das ist mein Zuhause.
Und niemand wird dich jemals wieder vor die Tür setzen.
Wir sind zurück.
Ich habe ihre Koffer selbst hineingetragen.
Dann ging sie zur Tür.
Sie holte einen Schraubenzieher heraus.
Und das alte Schloss wurde entfernt.
Eine Stunde später installierte der Techniker ein neues Gerät.
Denis auch nicht.
Seine Mutter besaß die Schlüssel nicht mehr.
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Am Abend klingelte das Telefon.
Larisa Petrovna.
— Warum geht die Tür nicht auf?
– Weil dies meine Wohnung ist.
— Lassen Sie mich sofort herein.
– NEIN.
— Verstehst du überhaupt, mit wem du sprichst?
– Ja.
Mit dem Mann, der meine Eltern gedemütigt hat.
Hinter der Tür herrschte Stille.
Dann fing sie an zu schreien.