Das Profilbild zeigte eine junge Frau mit offenem Haar, einem gelassenen Lächeln und einer blauen Bluse. Die Frau, die gerade das Restaurant in Roma Norte betreten hatte, wirkte ungepflegt, trug eine riesige Wickeltasche über der Schulter, hatte tiefe Augenringe und einen fünfjährigen Jungen, der an ihrer Brust schlief und einen grünen Plastikdinosaurier umklammerte.
Die Kellnerin sah sie mit demselben verwirrten Blick an wie Alejandro.
Mariana erblickte ihn und erstarrte.
„Oh nein“, murmelte sie.
Dann ging sie auf ihn zu, ihr Gesicht vor Verlegenheit gerötet.
„Es tut mir so leid. Ich weiß, ich bin zu spät. Es gab furchtbaren Verkehr, der Babysitter hat vor 40 Minuten abgesagt, ich habe drei Leute angerufen, keiner konnte kommen, und ich hatte schon zweimal abgesagt. Hätte ich noch einmal abgesagt, hättest du gedacht, ich hätte kein Interesse.“
Alejandro stand instinktiv auf.
„Hallo.“
„Hallo“, erwiderte sie schwer atmend, als wäre sie gerade den Aufständischen entkommen. Keiner von beiden wusste, was zu tun war.