„Du wirst diese Familie nicht in unvorstellbares Leid stürzen!“, schrie er. „Entweder du beendest diese Schwangerschaft oder du verlässt dieses Haus.“
Diane brach in Tränen aus, sagte aber kein Wort zu Hannahs Verteidigung. Hannah flehte die beiden an und versuchte zu erklären, dass es Gründe gab, die sie noch nicht preisgeben konnte – Gründe, die weit wichtiger waren als bloße Teenagerrebellion. Doch Frank hörte ihr nicht zu.
Keine Stunde später stand Hannah mit einem Koffer, vierzig Dollar in der Handtasche und einer alten Jacke eng über die Schultern vor der Tür. Diane beobachtete sie durchs Wohnzimmerfenster, die Hand zitternd vor dem Mund, öffnete aber nicht die Haustür.
In dieser Nacht schlief Hannah im Busbahnhof der Stadt.
Am nächsten Morgen fuhr sie mit dem Bus nach Chicago, wo ihr eine alte Schulfreundin half, ein kleines Zimmer hinter einem Friseursalon zu mieten. Sie baute sich ihr Leben Tag für Tag mit unermüdlicher Anstrengung wieder auf: Sie verkaufte Sandwiches vor Tagesanbruch, spülte den ganzen Nachmittag Geschirr und lernte nach jeder Schicht bis spät in die Nacht online Buchhaltung.
Monate später brachte sie einen Jungen zur Welt.
Sie nannte ihn Owen.