Der Sergeant wusste nicht, wer vor Elkara stand.

Teil 3: Die Dienstmarke

Als Tom sah, wie sie nach ihrer Tasche griff, griff er instinktiv in den Holster. „Hände hoch! Sofort!“, brüllte er, um seine Dominanz zu demonstrieren.

Sarah zog langsam ihre Hand zurück, doch es war keine Waffe. In ihrer Handfläche lag eine schwere, goldene Dienstmarke. Sie entfaltete sie und hielt sie Tom nur wenige Zentimeter vors Gesicht.

Die goldene Marke glänzte in der Nachmittagssonne: New York City Police Department – ​​Captain.

Das Lächeln verschwand augenblicklich aus Toms Gesicht. Ihm wich so schnell das Blut aus den Wangen, dass er aussah, als hätte er einen Geist gesehen. Die beiden Beamten hinter ihm erstarrten mitten im Schritt, ihre Gesichtsausdrücke wechselten von selbstgefälliger Belustigung zu blankem Entsetzen.

„Captain Sarah Johnson“, verkündete sie mit absoluter Autorität in ihrer Stimme. „Die interne Ermittlungsabteilung untersucht seit drei Monaten Erpressungsfälle in diesem Sektor, Sergeant Davis. Ich hätte nicht gedacht, Sie auf dem Weg zu einer Familienhochzeit in flagranti zu erwischen, aber nun ist es so.“

Tom schluckte schwer, seine Stimme verlor plötzlich ihren klaren Ton. „C-Captain … ich … das ist ein Missverständnis. Wir hatten eine Meldung über ein Fahrzeug, das dieser Beschreibung entspricht …“

„Beruhigen Sie sich“, befahl Sarah und unterbrach ihn sofort.