„Ich ließ mich von meiner Frau scheiden … Drei Monate später fand ich sie allein und sterbend im Krankenhaus.“
3. August 2026
Ich nickte nur.
Sie schrie nicht.
Sie weinte nicht.
Und irgendwie tat das noch mehr weh.
Sie senkte einfach den Blick und begann noch in derselben Nacht ihre Sachen zu packen.
Die Scheidung ging schnell.
Zu schnell.
Als hätten wir uns beide schon lange darauf vorbereitet, bevor wir die Papiere unterschrieben.
Danach zog ich in eine kleine Mietwohnung und zwang mich in einen leeren Alltag.
Tagsüber Arbeit.
Ab und zu ein Ausflug mit Kollegen. Abends Filme.
Und ansonsten Stille.
Zu Hause wartete kein warmes Abendessen mehr auf mich.
Auch keine vertrauten Schritte am Morgen.
Auch keine sanfte Stimme, die mich fragte:
„Hast du schon gegessen?“
Trotzdem redete ich mir immer wieder ein, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.
Zumindest war das die Lüge, die ich mir selbst immer wieder erzählte.
Drei Monate vergingen so.
Ich lebte wie ein Geist.
Manche Nächte wachte ich schweißgebadet auf, nachdem ich geträumt hatte, Camila rief meinen Namen.
Und dann kam der Tag, der alles veränderte.
Ich besuchte meinen besten Freund Diego nach seiner Operation in der San Gabriel Klinik.