„Ich lasse mir von keinem Beamten des Landkreises ins Haus kommen und einen Familienwitz beurteilen.“
Bürgermeister Reeves öffnete eine Akte.
„Frau Pembroke, zusätzlich zu der zivil- und familienrechtlichen Angelegenheit besteht eine mögliche Bedrohung für ein minderjähriges Kind eines aktiven Offiziers.“
„Noras Vorgesetzte wurden informiert.“
„Ihr Verhalten wurde als mögliche Belästigung, Einschüchterung und Schaffung eines feindseligen Umfelds für eine Militärfamilie geprüft.“
Margaret erbleichte.
„Vorgesetzte?“
Mein Vater sprach leise.
„Du dachtest, Nora sei eine unbefugte Eindringling.“
„Da hast du dich geirrt.“
Wesley ließ sich auf einen Stuhl fallen, als ob ihm die Beine weggeknickt wären.
„Nora, ich hätte nicht gedacht, dass sie so weit geht.“
Ich sah ihn an.
„Sie ging schon weit, als deine Mutter nach June griff.“
„Es ging zu weit, als du beschlossen hast, die Partystimmung vor deiner Tochter zu schützen.“
Er schloss die Augen.
Er weinte nicht.
Er war immer noch zu sehr daran gewöhnt zu glauben, dass Margaret nur der wirkliche Schmerz quälte.
Bürgermeister Reeves verband ein Tablet mit dem Bildschirm im Wintergarten.
Das Video erschien.
Unbearbeitet.
Mit Zeitstempel.
Mit Ton.
Margaret hielt die schwarze Halskette unter dem Kronleuchter hoch.
Die Glocke läutete erneut.
Diesmal lachte niemand.
Auf dem Bildschirm waren die Gesichter der Gäste zu sehen.
Das Lachen.
Margaret näherte sich.
Meine Stimme:
„Bitte behalte sie.“
Ihre Stimme:
„Sie war nicht billig.“
Dann ihre Hand in Richtung June.
Ich wich zurück.
Meine Tochter weinte.
Und Wesley nannte es einen schlechten Witz.