„Alte Gewohnheiten.“
Sie kicherte.
Bald erzählte sie mir Geschichten über Arthur, über die Einsamkeit in einem riesigen Haus und über ihre vier erwachsenen Kinder.
Die Art, wie sie über sie sprach, schien immer anders zu sein.
Eines Nachmittags, als sie gedankenverloren ihren Tee umrührte, seufzte sie.
„Bradley möchte noch einmal mit dem Anwalt des Nachlassverwalters sprechen.“
„Das klingt wichtig.“
„Es klingt, als würden Geier über uns kreisen“, murmelte sie.
Dann fügte sie schnell hinzu: „Aber das hast du nicht gehört.“
Ich tat so, als hätte ich es nicht gehört.
Aber ich hatte es gehört.
Und sie tat mir leid.
Sie hatte Reichtum, Komfort und alles, was man für Geld kaufen kann.
Doch die Menschen, die ihr am nächsten standen, schienen sich nur dafür zu interessieren, was sie hinterlassen konnte.
Dann geschah etwas, das alles veränderte.
Eines Nachmittags ließ sie versehentlich ihre Geldbörse auf dem Rücksitz meines Autos liegen.
Ich fand sie, nachdem ich sie nach Hause gefahren hatte.
Ohne die Tasche zu öffnen, führte ich sie wieder hinein.
Als sie den dicken Geldstapel unversehrt darin sah, blickte sie mich seltsam an.
Fast nachdenklich.
Als hätte sie eine Entscheidung getroffen.
Eine Woche später kam ich auf dem Anwesen an und merkte sofort, dass etwas nicht stimmte.
Ihre vier Kinder saßen im Wohnzimmer.
Mrs. Whitmore stand in der Mitte, blass und sichtlich erschüttert.
„Meine Diamantbrosche ist weg“, verkündete sie. Kostbare Steine und Juwelen.
Stille breitete sich im Raum aus.
Dann fügte sie die Worte hinzu, die mir fast das Herz stehen ließen.
„Sie waren diese Woche die einzige Person außerhalb der Familie in diesem Haus.“