Nach drei Jahren im Ausland kehrte mein Mann mit einer anderen Frau zurück und sagte: „Sie ist meine rechtmäßige Ehefrau. Kümmere dich um das Haus.“ Er ahnte nicht, dass in zehn Minuten meine Hubschrauber im Garten seines Hauses landen würden.

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„Fass mich nicht an“, sagte sie.

„Bitte“, flüsterte Sebastián. „Renata ist schwanger.“

Die Worte trafen sie wie ein Schlag.

Renata legte stolz die Hand auf ihren Bauch.

„Deshalb brauchten wir Klarheit. Mein Kind hat seinen Platz verdient.“

Luía spürte einen kalten Stich, aber sie brach nicht zusammen.

„Dann herzlichen Glückwunsch. Du hast ja schon eine Familie. Du brauchst mich nicht mehr zum Kochen.“

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Renata verlor die Geduld.

„Spiel nicht die Opferrolle. Sebastián brauchte eine Frau auf seinem Niveau.“

Luía lächelte kaum merklich.

„Und er hat eine gefunden, die sich nicht die Mühe gemacht hat, das Fundament zu prüfen, bevor sie eingezogen ist.“

Sebastián verstand es vor Renata.

„Lucía, tu nichts gegen die Firma.“

„Die Firma?“, wiederholte sie. „Vor fünf Minuten war ich nur eine Ehefrau ohne bekannten Namen. Und jetzt machst du dir Sorgen um die Firma.“

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Ihr Handy vibrierte.

Es war ihr Vater. Erziehung

Lucía nahm ab.

„Papa.“

Alejandro Arandas Stimme war ernst.

„Soll ich das regeln, oder machst du es selbst?“

Lucía sah Sebastián, Renata, Mercedes an, all den Luxus, den sie als pflichtbewusste Ehefrau geduldig verteidigt hatte.

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„Ich mache es“, sagte sie. „Aber ich möchte, dass das alle sehen.“ Ehe

Am anderen Ende der Leitung antwortete ihr Vater:

„Dann komm nach Hause.“

Luía ging zur Tür. Der Fahrtwind der Hubschrauber fuhr ihr durchs Haar. Sebastián folgte ihr in den Garten.

„Wenn du gehst, zerbricht alles, was wir aufgebaut haben.“

Luía blieb stehen.

„Nein, Sebastián. Alles, was ich zusammengehalten habe, zerbricht.“

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Sie stieg in den Hubschrauber, ohne sich umzudrehen. Elternschaft

Von oben sah sie Sebastián im Gras liegen und ihren Namen rufen, während Renata sich an seinen Arm klammerte und Doña Mercedes an der Tür weinte.

Zum ersten Mal seit drei Jahren empfand Luía keine Reue.

Sie erlebte eine Zeitreise.

Sie erinnerte sich an jeden Geburtstag, den sie allein verbracht hatte, an jeden unbeantworteten Anruf, an jede Nacht im Krankenhaus, in der sie ihre Schwiegermutter pflegte, die bereits von dem Verrat wusste, an jede Unterschrift, mit der sie eine Firma rettete, die ihr nie gehört hatte.

Als sie auf dem Aranda-Gelände in Santa Fe landeten, wartete ihr Vater am Hubschrauberlandeplatz auf sie. Ihre Mutter Elena war an ihrer Seite. Ihre Brüder Mateo und Rodrigo sagten kein Wort. Sie umarmten sie einfach. Türen und Fenster
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Lucia hielt sie drei Sekunden lang fest.

Dann brach sie in Tränen aus.

Alejandro legte ihr die Hand auf die Schulter. Schwangerschaft und Mutterschaft

„Was willst du tun?“

Lucia hob den Kopf.

„Ich will, dass Sebastián Ibarra versteht, wie viel die Frau wert war, die er getötet hat.“

Sie ging abwaschen. Mehr anzeigen
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Der Vater nickte.

„Dann hat er morgen kein Geschäft.“

TEIL 3

Um 8:00 Uhr verlor Grupo Ibarra ihren ersten Auftrag.

Um 9:30 Uhr setzte Aranda Sistemas Aeroespaciales alle Geschäftsbeziehungen zu ihren Logistik-Tochtergesellschaften aus.

Um 11:00 Uhr kündigten drei Investoren ihre Kreditlinien.

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Um 13:00 Uhr berichteten die Finanzmedien bereits von einer „unerwarteten Krise“ im Imperium von Sebastián Ibarra.

Um 16:00 Uhr klingelte Lucías Telefon immer noch.

Sie saß im Konferenzraum des Aranda-Komplexes, ganz in Schwarz gekleidet, die Haare zurückgebunden, vor sich fünf Ordner. Ihr Vater sagte nichts. Auch ihre Mutter schwieg. Mateo las Berichte. Rodrigo überwachte die Banktransaktionen auf seinem Tablet. Elternschaft

„Die Aktien sind um 18 % gefallen“, sagte Mateo.

„Kaum“, antwortete Lucía.

Rodrigo blickte auf.

„Da ist noch etwas.“

Er drehte das Tablet zu ihr.

Internationale Überweisungen. Gelder in Panama. Treuhandfonds, der mit einer Briefkastenfirma verbunden ist. Unterschrift des Bevollmächtigten: Sebastián Ibarra. Zweite Begünstigte: Renata Velasco.

Lucía spürte einen Kloß im Hals. Schwangerschaft und Mutterschaft.

„Wie viel?“

„Fast 180 Millionen Pesos“, sagte Rodrigo. „Und das hat nicht erst vor sechs Monaten angefangen. Es begann vor zwei Jahren.“

Seine Mutter schloss die Augen.

„Während du dich um Mercedes gekümmert hast.“

Lucía sagte nichts.

Dann kam Paulina, seine Assistentin, mit einem weiteren Umschlag herein.

„Der kam anonym.“

Darin waren Kopien privater Krankenakten. Lucía wollte sie nicht ansehen. Doch als sie die erste Seite las, begriff sie, dass Sebastiáns Demütigung erst begonnen hatte.

Renata nannte drei potenzielle Partner mit den jeweiligen voraussichtlichen Empfängnisterminen.

Sebastián war einer von ihnen.

Der zweite war ein Geschäftsmann aus Monterrey.

Der dritte war Bruno Ledesma, der Finanzvorstand der Grupo Ibarra.

Mateo fluchte.