Das ist Tanya, seine Buchhaltungspartnerin: ruhig, diskret, diejenige, die bei Firmenveranstaltungen immer schüchtern lächelt.
Ich wich wie vom Blitz getroffen von der Tür zurück. Mein ganzer Körper schmerzte. Ich hatte das Gefühl, ich würde zusammenbrechen, wenn ich noch eine Minute länger dort bliebe.
Ich ging in den Raum, schloss die Tür, lehnte mich langsam dagegen und ließ den Boden los. Ich spürte eine so starke Enge in der Brust, dass ich das Gefühl hatte, keine Luft mehr zu bekommen. Ich saß da, das Gesicht über die Räder gebeugt, und beobachtete meinen unregelmäßigen, flachen Atem.
Das habe ich beschlossen.
Das haben sie gedacht.
Das bin ich für sie.
Ein Ärgernis. Ein Fehler. Ein vorübergehendes Missverständnis, das „noch geklärt werden kann“.
In diesem Moment sagt es mir nur eines.
Es gab kein Zurück mehr.
Ich fühle mich, als würde ich im Dreck versinken, losgelöst von Zeit und Raum. Es fühlte sich an, als ob die Welt um mich herum aufgehört hätte zu existieren, sich in einzelne Geräusche auflöste: die gedämpften Stimmen von Anton und seiner Mutter aus dem Wohnzimmer; das Ticken der Uhr an der Wand; mein eigenes ängstliches Atmen.
Plötzlich hatte ich eine Idee: Ich musste bleiben. Ja. Sofort. Warum sollte ich gehen? Das ist mein Zuhause. Meine Wohnung, zu gleichen Teilen gekauft. Mein Leben.
Wenn Anton Pläne für die Zukunft ohne mich schmiedet, muss ich es ihm ins Gesicht sagen.
Und ich wollte es von ihm hören. Ehrlich. Direkt. Ohne Ausflüchte.
Ich holte tief Luft, wusch mir das Gesicht mit kaltem Wasser, zog mir frische Kleidung an und versuchte, alle nötigen Dokumente zusammenzusuchen: meinen Pass, meinen Arbeitsvertrag, meine Kontoauszüge. Nicht, weil ich gehen wollte. Ich klingelte, weil mich etwas beunruhigte: Uns stand ein Gespräch bevor. Ein Gespräch, das alles verändern würde.
Etwa eine Stunde später schloss ich ab.
Lass mich im Feld zurück.