Das war etwas viel Kälteres.
Ich rammte ihm mit aller Kraft den Ellbogen in die Rippen. Er stöhnte vor Schmerz auf, und sein Griff lockerte sich kurz.
Das reichte.
Ich riss mich los und stürzte mich ins Becken.
Eisiges Wasser umhüllte sofort meine Kleidung. Trotz des Brennens des Chlors öffnete ich die Augen und sah, wie Emily auf den Grund sank. Ihr Kleid trieb um sie herum, ihre winzigen Schuhe zogen sie nach unten.
Ich packte sie unter den Armen und stemmte mich mit aller Kraft an die Oberfläche.
Als ich sie ans Ufer zog, waren ihre Lippen bereits blau.
„Ruft einen Krankenwagen!“, schrie ich.
Einer der Jungs begann sofort mit der Reanimation, noch bevor ich reagieren konnte. Die Frau im roten Badeanzug schloss mich in die Arme, während ich schluchzte und Atemzüge zählte, die nicht meine waren.
Vanessa murmelte:
„War doch nur ein Scherz.“
Der Vater sprach noch lauter:
„Kinder brauchen Disziplin.“
Einen Moment später ertönten Sirenen.
Die Sanitäter übernahmen.
Emily hustete und spuckte Wasser auf den Beton.
Ich wäre beinahe zusammengebrochen.
Im Krankenhaus bat mich die Polizei, ihnen zu erzählen, was passiert war.
Ich sah durchs Fenster zu meiner Tochter. Sie war in warme Decken gehüllt, zitterte noch immer, aber sie lebte.
Dann wandte ich mich meiner Familie zu.
Sie hätten nie geglaubt, dass ich mein eigenes Kind ihrem vorziehen würde.
Sie hätten sich nie vorstellen können, dass ich ihnen alles nehmen würde, was ihnen wirklich wichtig ist.
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