Der Detektiv hielt Evan auf, bevor er Halden erreichte.
„Setz dich“, sagte er.
„Das ist Schikane!“, schrie Evan. „Meine Frau ist tot, und diese Hexe benutzt ihren Körper, um mir mein Geschäft zu stehlen!“
Bei dem Wort „Körper“ erstarrte ich innerlich.
Ich ging zum Lautsprecher neben der Kanzel. Halden drückte auf Play.
Emmas Stimme erfüllte die Kirche.
Leise. Zitternd. Lebendig.
„Evan, bitte. Ich bin schwanger.“
Dann Evans Stimme – eiskalt.
„Glaubst du, dieses Baby wird dich retten?“
Ein Raunen ging durch den Raum.
Die Aufnahme lief weiter.
Celeste lachte im Hintergrund.
Emma weinte. „Wir tun mir weh.“
„Du hast noch keinen Schmerz gesehen.“
„Ich habe alles meiner Mutter geschickt.“
Klick.
Einen Moment lang rührte sich niemand.
Dann platzte Evan der Kragen.
„Das ist manipulativ! Sie war krank!“
Ich wandte mich dem Detective zu.
„Das hat er schon mal gesagt“, sagte ich. „Im Krankenhaus.“
Der Detective nickte.
Evan sah mich an.
„Sie wissen nicht, was Sie tun.“
„Ich weiß es ganz genau“, erwiderte ich. „Ich war dreißig Jahre lang Betrugsermittlerin.“
Da begriff er.
Nicht das Testament. Nicht die Aktien. Nicht die Aufnahme.
Mich.
—
Drei Monate später wurde Evan wegen fahrlässiger Tötung, Nötigung, Betrug und Verschwörung angeklagt. Celeste kam ins Gefängnis. ValeTech entfernte ihn.
Ich verkaufte mein Haus am Lake Arden und gründete das Emma Ellis Center for Women.
Jeden Frühling besuche ich ihr Grab im Morgengrauen. Ich bringe weiße Lilien und ein blaues Band.
Und der Wind in den Bäumen trägt nicht mehr Evans Lachen.
Er trägt die Stimme meiner Tochter.