Der Befehl hallte durch den Hangar, während Regen gegen das Blechdach schlug und schmutziges Wasser über den Betonboden lief. Sie kniete sich hin, ohne ein Wort zu sagen, obwohl die Soldaten um sie herum lachten.
Seit ihrer Ankunft auf dem Militärstützpunkt war kein Tag vergangen, an dem sie nicht gedemütigt worden war. Die anderen Soldaten machten sich über sie lustig, versteckten ihre Sachen und gaben ihr während der Übungen immer die schlechteste Ausrüstung.
Sie beschwerte sich nie. Sie blieb still, hielt den Kopf gesenkt und tat, was man ihr befahl.
An diesem Morgen war die Übung besonders hart gewesen. Der Regen hatte ihre Kleidung durchnässt, der Schlamm klebte an ihren Stiefeln, und doch endete es für sie nicht auf dem Trainingsfeld.
Mehrere Soldaten hatten sich im Hangar versammelt. Einer von ihnen kippte schmutziges Wasser auf den Boden, sah sie an und deutete mit dem Kinn darauf.
„Na los“, sagte er. „Zeigen Sie uns, wozu Ihre Uniform gut ist.“
Die anderen lachten, während sie niederkniete und begann, den Boden zu schrubben. Ihre Hände bewegten sich langsam über den Beton. Ihre nasse Uniform wurde dunkler, schwerer, schmutziger.
Dann krempelte sie die Ärmel hoch.
Auf ihrem Arm wurde ein Tattoo sichtbar.
Für einen Moment wurde das Gelächter leiser. Dann beugte sich einer der Soldaten vor und grinste.
„Was soll das denn sein?“, fragte er spöttisch. „Ein geheimes Zeichen?“
Ein anderer lachte laut. „Vielleicht glaubt sie, das macht sie besonders.“
Sie antwortete nicht. Sie schrubbte weiter.
Genau in diesem Moment öffnete sich die Hangartür.
Der General trat ein.
Die Stimmen verstummten sofort. Die Soldaten richteten sich auf, einige zu schnell, andere mit dem Blick noch auf die kniende Frau gerichtet. Der General sagte zunächst nichts. Sein Blick wanderte durch den Raum, über den nassen Boden, über die Uniform, die sie zum Reinigen benutzt hatte.
Dann blieb sein Blick an ihrem Arm hängen.