„Warum helfen Sie mir?“, fragte ich.
Er blickte durch die hohen Fenster auf die Stadt hinunter.
„Weil Adrian Vale Menschen zerstört und es ein Geschäft nennt. Weil ich eine Tochter hatte. Weil Sie mich an jemanden erinnern, der Unterstützung verdient hätte und sie nie erhalten hat.“
Am selben Abend unterzeichnete ich ein letztes Dokument.
Es war keine Scheidungsvereinbarung.
Eine Gegenklage.
Betrug. Verschleierung. Medizinische Nötigung. Verleumdung. Psychische Misshandlung. Unterschlagung.
Am Ende der Dokumente notierte der Anwalt den Namen eines Hauptzeugen.
General Elias Thorn.
Der höchstdekorierte Geheimdienstchef seiner Generation.
Der milliardenschwere Gründer der Hayes Foundation.
Der einsame Veteran von nebenan. Teil 3
Die letzte Anhörung lockte eine große Zuschauermenge an.
Adrian traf ein, selbstsicher lächelnd.
Celeste trug ein weißes Kleid.
Seine Mutter trug Perlen.
Sie erwarteten eine stille Hinrichtung.
Meine.
Ihr Anwalt ergriff als Erster das Wort, mit entwaffnender Leichtigkeit. „Euer Ehren, Mrs. Vale hat meine Mandantin manipuliert, ihren Mann verlassen und diese Anschuldigungen zu ihrem eigenen Vorteil erfunden.“
Adrian senkte den Kopf wie ein verwundeter Heiliger.
Ich verharrte regungslos.
Meine Anwältin, Diana Cross, breitete ein einfaches Blatt Papier vor sich aus. Sie war zierlich, elegant und hatte die Ausstrahlung einer geladenen Waffe.
„Mr. Vale“, sagte sie ruhig, „haben Sie Ihrer Frau gesagt, dass Sie unfruchtbar sind?“
Adrian blinzelte. „Das ist Privatsache.“
„Haben Sie es ihr gesagt?“
„Nein.“
„Haben Sie wissentlich zugelassen, dass sie unnötige Eingriffe vornehmen lässt, obwohl Sie wussten, dass das Hauptproblem Ihre Unfruchtbarkeit war?“
Er presste die Zähne zusammen. „Auch Ärzte machen Fehler.“