Sie sagte nichts.
„Wer hat die Dokumente erstellt?“
Immer noch nichts.
„Wer hat Ryan gesagt, er solle mit gefälschten Ausweispapieren zu diesem Stützpunkt kommen?“
Ein leises Klicken war in der Leitung zu hören.
Sie hatte aufgelegt.
Eine Minute später kehrte Alvarez zurück.
„Der Anruf wurde über eine zivile Rufnummer geleitet, die auf ein Prepaid-Gerät registriert ist“, sagte er. „Aus Sicherheitsgründen wird das Protokoll gespeichert.“
„Natürlich war es das.“
„Ma’am.“ Er zögerte. „Die Kriminalpolizei möchte mit Ihnen sprechen. Der General wurde ebenfalls informiert.“
Ich habe die Gerichtsakten, die Finanzberichte und die gefälschten Kopien in einem Ordner zusammengefasst.
„Dann lasst uns niemanden warten.“
Das Sicherheitsbüro roch nach verbranntem Kaffee, Papier und regennassen Uniformen. Ryan saß hinter einer verstärkten Glasscheibe in einem kleinen Verhörraum, die Handgelenke frei, aber die Haltung zusammengesunken. Er trug immer noch den dunkelblauen Pullover, den ich zuletzt über die Lehne unseres Schlafzimmersessels geworfen gesehen hatte. Sein Haar war ungekämmt. Sein Gesicht, sonst von verletzter Überlegenheit geprägt, wirkte blass und unfertig.
Sieben Jahre lang kannte ich jeden Gesichtsausdruck, mit dem er einen Raum beherrschte. Den enttäuschten Seufzer. Das verletzte Schweigen. Das kleine Lächeln, wenn er glaubte, gewonnen zu haben. Doch jetzt war nichts mehr von seiner geschliffenen Art übrig.
Als er mich durch das Glas sah, richtete er sich halb auf.
„Emily.“
Eine der CID-Agentinnen, eine Frau namens Special Agent Price, stand mit einem Tablet in der Hand neben mir.
„Du musst nicht mit ihm sprechen“, sagte sie.