Ein Wolf kam aus dem Wald und schien mich auffordern zu wollen, ihm zu folgen – ich war schockiert, wohin er mich führte.

Das Wort kam kaum hörbar über die Lippen.

Ich kniete mich schnell neben ihn.

“Können Sie mich hören?”

Sein Blick wich nicht von meinem Gesicht.

Dann sagte er etwas, das mir eine Gänsehaut bescherte.

“Du hast seine Augen.”

Ich blinzelte.

“Was?”

Der alte Mann schluckte mühsam.

Der Wolf hatte sich neben das Bett gesetzt und seinen Kopf an ihren Arm gelehnt.

„Du hast seine Augen“, wiederholte er.

Ich hatte diesen Mann noch nie in meinem Leben gesehen, doch er blickte mich an, als wüsste er genau, wer ich war.

“Wer bist du?”, fragte ich.

Sein Blick fiel auf das Foto, das aus meiner Jackentasche hervorlugte.

Sofort veränderte sich sein Gesichtsausdruck. Resignation, als hätte er immer gewusst, dass dieser Tag kommen würde.

“Du hast es gefunden.”

„Was ist das für eine Kiste?“, fragte ich.

Keine Antwort.

Im Gegenteil, er hatte Schwierigkeiten, sich aufzusetzen.

Ich half ihm und bemerkte dabei das violette Zittern seiner Hände.

„Wie lange noch?“, fragte er.

Ich runzelte die Stirn.

“Wie lange und was?”

“Wie viel Zeit ist vergangen?”

Die Frage ergab keinen Sinn.

Dann sah er mir direkt in die Augen.

“Seit Thomas gestorben ist.”

Dieser Name traf mich wie ein Schlag.

Thomas. Mein Großvater.

Der Großvater, von dem ich mein ganzes Leben lang gehört hatte, der angeblich seine Frau und seine Kinder verlassen hatte und verschwunden war, der Großvater, über den niemand jemals sprach, außer im Zorn.

Ich stand langsam auf.

„Woher kennen Sie diesen Namen?“

Das Gesicht des alten Mannes wurde bleich, dann flüsterte er: „Oh Gott.“

Es war nicht die Reaktion eines Mannes, der sich an einen alten Freund erinnert; es wirkte eher wie die eines Mannes, der merkt, dass etwas nicht stimmt.

“Was?”, fragte ich.