Sein Gesicht verfinsterte sich.
Ich nahm den Stift.
Adrien schien sich zu beruhigen.
Er wusste nicht, dass ich mein Handy sofort nach Betreten des Bahnhofs auf Aufnahme gestellt hatte.
Erstens wusste er nicht, dass ich meiner Schwester unseren Standort in einer geplanten Nachricht geschickt hatte.
Wenn ich den Vertrag nicht innerhalb einer Stunde kündigte, sollte sie die Adresse der Polizei und Maître Besson, dem Anwalt, der Mathieus Nachlass verwaltet hatte, mitteilen. Recht.
Ich unterschrieb.
Aber nicht mit meinem Namen.
Ich schrieb: **Unterschrift unter Androhung von Gewalt. Registrierung den Behörden übergeben.**
Adrien las den Satz.
Sein Gesichtsausdruck verfinsterte sich.
Im selben Moment heulten draußen Sirenen.
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Sein Leibwächter eilte zum Fenster.
—Polizei!
Adrien schnappte sich sein Notizbuch und rannte zur Hintertür.
Ich folgte ihm.
Er überquerte die alten Bahngleise, doch zwei Gendarmeriefahrzeuge versperrten ihm den Weg.
Er blieb stehen.
Dann zückte er ein Feuerzeug.
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—Noch einen Schritt, und ich verbrenne alles!
„Tu es“, erwiderte ich.
Er sah mich fassungslos an.
„Du bluffst.“
Ich hielt ihm die Speicherkarte hin.
—Das Notizbuch war nicht die einzige Kopie. Mathieu hatte alles fotografiert.
Das war falsch.
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Aber Adrien glaubte ihm.
Sein Zögern genügte.
Der Gendarm entwaffnete ihn und drückte ihn zu Boden.
Drei Tage später brach der Varenne-Skandal
aus.
Die Medien enthüllten gefälschte Akten, geheime Behandlungsmethoden und die Vertuschung mehrerer Todesfälle von Patienten durch die Klinikleitung.
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Adrien wurde wegen Entführung, Erpressung und Beweismittelvernichtung angeklagt.
Die Ermittlungen führten jedoch auch zu einer Spur, die Mathieu betraf.
Ein ehemaliger Arzt der Gruppe hatte die Schweiz zwei Jahre zuvor plötzlich verlassen. Er betrieb nun eine kleine Rehabilitationsklinik in den italienischen Alpen.
Die französische Polizei bat um Kooperation.
Zwei Wochen später erhielt ich einen Anruf.
„Frau Martin, wir haben einen Patienten ohne Ausweispapiere gefunden. Er leidet unter schweren Gedächtnisproblemen. In seiner Akte steht nur der Name Gabriel.“
Ich reiste am nächsten Tag ab.
Die Klinik lag oberhalb von Turin, umgeben von schneebedeckten Bergen.
Der Arzt führte mich in einen Innenhof.
Ein Mann saß am Fenster.
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