Ich weinte in den Armen meines Mannes am Flughafen, als er sein Flugzeug bestieg, um, wie er sagte, einen zweijährigen Arbeitseinsatz in Zürich anzutreten.

Das Foto zeigte nicht Lucas.

Das war mein erster Gedanke, und für einen seltsamen Moment verspürte ich eine flüchtige Erleichterung.

Dann sah ich genauer hin.

Es war ein Foto von unserem Haus.

Unserer Haustür.

Unserer Veranda.

Aufgenommen von der anderen Straßenseite, leicht schräg, als hätte der Fotograf in einem Auto unter dem Ahornbaum neben Mrs. Bellamys Briefkasten gesessen.

Mir stockte der Atem.

Das Foto zeigte Lucas und mich, wie wir an diesem Morgen das Haus verließen, beide in Flughafenkleidung. Lucas lächelte. Ich blickte nach unten und tat so, als suche ich etwas in meiner Tasche. Es war ein ziemlich gewöhnliches Foto, fast langweilig.

Nur dass uns jemand beobachtet hatte.

Mit zitternden Fingern zoomte ich heran.

In der Spiegelung des Wohnzimmerfensters, kaum sichtbar hinter der Verandasäule, konnte ich eine Gestalt neben der Seitentür erkennen.

Eine Frau.

Dunkler Mantel. Sonnenbrille. Eine Hand ruhte auf ihrem runden Bauch.

Melanie Harper.

Ich starrte sie an, bis mir die Augen brannten.

Mein Handy vibrierte erneut.