Nicht mein Enkel.
Dieses Baby.
Ich sah weiter zu.
Meine Mutter holte eine Karte aus ihrer Handtasche.
Meine Kreditkarte.
„Benutz die fürs Hotel“, sagte sie. „Er wird erst im Januar etwas überprüfen.“
Mark fragte:
„Was ist, wenn Maya anruft?“
Meine Mutter warf einen Blick ins Wohnzimmer.
Die Kamera erfasste ihr Profil.
„Sie wird ihn nicht anrufen. Sie weiß, dass David gestresst ist, wenn sie ihn belästigt. Und wenn sie ihn genug stresst, sage ich ihm, dass sie nicht mal eine Woche Mutterschaftsurlaub aushält, ohne gleich eine Krise zu erfinden.“
Maya saß auf dem Sofa.
Sie hörte ihm zu.
Mit einem Neugeborenen im Arm.
Ich musste mich setzen.
Der Krankenhausflur drehte sich einen Moment lang.
Es war keine Nachlässigkeit.
Es war keine schlechte Entscheidung.
Es war Plünderung.
Verlassenheit.
Manipulation.
Mit einer Frau, die gerade operiert worden war, und einem elf Tage alten Baby in der Wohnung.
Ich habe die Videos in der Cloud gespeichert.
Dann auf einer weiteren Kopie.
Und noch einer.
Ich habe alles mit folgender Nachricht an meinen Anwalt geschickt:
„Dringend. Aussetzung, Veruntreuung von Geldern, mögliche Kindesvernachlässigung, unberechtigte Abbuchungen.“
Dann habe ich die Polizei gerufen und einen Beamten gebeten, im Krankenhaus eine Anzeige aufzunehmen.
Der Beamte fragte, ob unmittelbare Gefahr bestehe.
Ich sah Maya schlafen, während sie Antibiotika bekam.