Sie stieß die Milchglastür auf und sah Mateo Vance vor einer Wand aus hochauflösenden Monitoren stehen. Der Anwalt hatte sein graues Sakko abgelegt und krempelte ruhig die Ärmel seines Hemdes hoch. Als er Elenas Anwesenheit bemerkte, entspannte sich sein angespanntes Gesicht zu einem warmen, respektvollen Lächeln.
„Ich entschuldige mich aufrichtig für die Härte und den Schmerz der Inszenierung im Penthouse, Elena“, sagte Mateo und verbeugte sich leicht. „Es musste absolut echt wirken, damit Julián nicht den geringsten Zweifel hegte.“
„Du hast mir fast das Herz gebrochen, Mateo“, erwiderte Elena und atmete tief durch. Erleichterung und Bewunderung schwangen in ihrer Stimme mit.
„Es war der einzige legale Weg, sicherzustellen, dass Julián auf frischer Tat ertappt wurde“, erklärte der Anwalt und deutete auf den zentralen Bildschirm, der eine Live-Übertragung aus dem Hauptbüro zeigte.
Auf dem Bild schenkte Julián neben Vanessa zwei Gläser kristallklaren Champagner ein und lachte ausgelassen. Er tippte eifrig auf seinem Laptop, begierig darauf, mehr als fünfzig Millionen Dollar auf ein Netzwerk von Briefkastenkonten in der Karibik zu überweisen.
„Ist es an der Zeit, die Falle zuschnappen zu lassen?“, fragte Elena und drückte den goldenen Schlüssel an ihre Brust.
„Jetzt ist dein Moment gekommen, Elena“, stimmte Mateo zu und bot ihr den Platz vor dem Hauptsteuerpult an.