„Dann wird Dylan sich an den Hauskosten beteiligen.“
Verwandte warfen mir bald vor, meinen Vater im Stich gelassen zu haben. Ich antwortete einmal in einem Familienchat:
„Wer im Haus bleiben möchte, kann sich an meinem Anteil beteiligen. Der Betrag beträgt 186.000 Dollar.“
Niemand meldete sich.
Am nächsten Morgen postete Dylan ein Foto meines alten Zimmers, eingehüllt in die handgestrickte Decke meiner Mutter. In der Ecke stand ihr antiker Schmuckschrank aus Walnussholz, der rechtmäßig mir gehörte.
Monica hatte ihn Dylan gegeben, damit er seine Uhren darin aufbewahren konnte.
Sandra erließ eine formelle Verfügung, die ihm untersagte, das geerbte Haus zu bewegen oder zu beschädigen. Anschließend ließen wir eine gerichtlich genehmigte Hausinspektion durchführen.
Das Haus war bereits in einem desolaten Zustand.
Mein altes Zimmer stank nach Zigaretten, und der Teppich hatte Brandflecken. Der Schmuckschrank war zerkratzt. Ein Rohr im Badezimmer tropfte durch die Decke. Beschädigte Küchenschränke und Feuchtigkeit im Keller minderten den Wert des Hauses um fast 12.000 Dollar.
Der Richter erließ eine einstweilige Verfügung und genehmigte die Installation von Überwachungskameras.
Monica nannte es Spionage.
Ich nannte es den Schutz meines Eigentums.
Teil 2: Der Brand
Monica erschien mit Familienfotos zum Mediationsgespräch.
Ihr Angebot war einfach: Ich würde auf meinen Anteil verzichten, und sie würden mir die Möbel meiner Mutter zurückgeben.
Sandra fragte, wie viel Entschädigung ich für meinen Anteil erhalten würde.
„Ihre Familie“, antwortete Monica.
„Ich habe schon genug dafür bezahlt“, sagte ich.
Das Treffen endete nach 23 Minuten.
Kurz nach Mitternacht wurde ich von einem Sicherheitsalarm geweckt. Die Rückfahrkamera zeigte Dylan, wie er zwei rote Benzinkanister zur freistehenden Garage trug. Monica folgte ihm mit einem Karton.
Sie blickte direkt in die Kamera, zog die Kapuze über den Kopf und betrat die Garage.
30 Sekunden später war das Bild der Kamera schwarz.
Ich rief die Feuerwehr.
Als ich eintraf, war die Straße von Feuerwehrwagen blockiert. Rauch quoll unter dem Garagentor hervor. Polizisten befragten Monica und hielten Dylan fest.
Richard stand im Schlafanzug auf dem Rasen und beobachtete die Feuerwehrleute.
Einer der Feuerwehrleute kam mit Monicas Pappkarton heraus.
Darin befanden sich Versicherungspapiere, Handschuhe und ein Timer, der an eine umgebaute Heizung angeschlossen war.
Monica sah mich hinter dem Absperrband.
„Es ist deine Schuld!“, schrie sie.
Sandra kam hinzu und betrachtete den Rauch, die Polizisten und die Beweismittel.
„Nein“, sagte sie. „Es sind Beweismittel.“
Das Feuer war gelöscht, bevor es das Hauptgebäude erreichte.
Die Ermittler entdeckten Benzin auf dem Garagenboden und ölige Lappen an der Wand. Die Versicherungspolice hatte…
Die Zahl der Todesopfer war erst sechs Tage zuvor gestiegen. Bereiche für Brandschäden, Notunterkünfte und Fundsachen wurden abgegrenzt.
Monica behauptete, sie sei ins Haus gegangen, weil sie Benzin gerochen habe.
Dylan sagte, das Benzin sei für einen Rasenmäher gewesen.
Der Rasenmäher war elektrisch.
Überwachungsaufnahmen zeigten, wie er Benzinkanister aus Monicas Auto entfernte. Die Kamera eines Nachbarn filmte, wie Monica kurz vor dem Brand eine Heizung kaufte.
Richard beteuerte seine Unschuld.
„Ich hätte ihr so etwas nicht zugetraut“, sagte er.