Ryan Parker stand wie gelähmt in der Tür zum Kinderzimmer und starrte auf den Blutfleck auf dem cremefarbenen Teppich, als ob sein Gehirn sich weigerte, das Grauen zu verarbeiten, das seine Augen ihm zeigten. Türen und Fenster. Türen und Fenster.
Für eine gefühlte Ewigkeit herrschte Stille. Kein Atemzug.
Eine gespenstische, unnatürliche Stille erfüllte den Raum. Das Haus, das ihn einst mit seinen sanften, vertrauten Geräuschen – dem Summen des Kühlschranks, Emmas zarten Schritten, dem leisen Schreien des neugeborenen Ethan – in den Schlaf gewiegt hatte, war plötzlich zu einer leeren, eisigen Hülle geworden.
„Emma?“, rief er erneut. Seine Stimme verhallte in der Luft. Stille war die einzige Antwort.
Mit fast chirurgischer Vorsicht überschritt er die Schwelle, wie ein Eindringling, der einen Tatort betritt, bevor er sich eingesteht, dass die Verantwortung für diese Tragödie bei ihm liegt. Das Blut war tief in den Stoff eingedrungen und hatte sein leuchtendes Rot in einen dunklen, feindseligen und makabren Farbton verwandelt.