„Die armen Eltern.“
„Sie weiß wahrscheinlich nicht einmal, wer der Vater ist.“ Ich ging mit meinem Rucksack fest an die Brust gepresst, als könnte ich damit das Geheimnis verbergen, das in mir wuchs. Vaterschaft.
Der Vater hatte einen Namen.
Sein Name war Mateo Rivas.
Sohn eines Bauunternehmers.
Kapitän der Fußballmannschaft. Der Junge, der mich auf WhatsApp „meine Liebe“ und auf dem Flur „Freund“ nannte.
Als ich ihm das erste Mal von meiner Schwangerschaft erzählte, wurde er kreidebleich.
Er umarmte mich nicht.
Er fragte nicht, ob ich Angst hatte.
Er sah sich nur um und führte mich hinter die Schulkantine.
„Lösch alles“, flüsterte er.
„Alles was?“
„Die Nachrichten. Die Fotos. Die Notizen. Alles.“