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Doch unerwartet meldete sich eine der Frauen, die jahrelang Vanessas Misshandlungen erduldet hatten.
„Genug!“, schrie sie heftig.
Dann stellte sich eine weitere Gefangene neben sie. Dann eine dritte. Innerhalb von Sekunden war fast der gesamte Hof um Vanessa versammelt. Zum ersten Mal seit vielen Jahren blickte niemand nach unten oder wich zurück.
Selbst Vanessa merkte, dass sie allein war. Langsam ließ sie Margaret los und trat einige Schritte zurück.
Doch Stunden später geschah das Unerwartetste.
Das Getöse im Hof war dem Gefängnispersonal aufgefallen. Sie trennten die Gefangenen umgehend, und der Schichtleiter ordnete sofort die Löschung der Aufnahmen aller Überwachungskameras an. Als die Leitung das Video sichtete, gab es keinen Zweifel mehr. Die Aufnahme zeigte eindeutig, dass Margaret niemanden provoziert hatte; Sie wusch gerade ihre Wäsche, als Vanessa als Erste auf sie zukam, sie bedrohte und ohne jeden Anlass das Gesicht der älteren Frau gewaltsam in das schmutzige Wasser tauchte.
Eine ältere Gefangene wusch friedlich ihre Kleidung im Gefängnishof, als die gefährlichste Kriminelle auf sie zukam, sie am Kopf packte und ihr Gesicht in das schmutzige Seifenwasser tauchte. Doch wenige Minuten später geschah etwas, das selbst die grausamsten Gefangenen schockierte…
Daraufhin beschloss die Gefängnisleitung, mit allen Frauen, die sich zu diesem Zeitpunkt im Hof befanden, einzeln zu sprechen. Zu jedermanns Überraschung begannen die Gefangenen nacheinander zu erzählen, worüber sie jahrelang geschwiegen hatten. Es stellte sich heraus, dass Vanessa regelmäßig die schwächeren Frauen schlug, ihr Gepäck stahl, sie zwang, ihre Arbeit zu verrichten, und jeden bedrohte, der sich bei den Wärtern beschwerte. Offenbar hatte es zuvor niemand gewagt, gegen sie auszusagen.
Am selben Tag wurde Vanessa in Einzelhaft verlegt, all ihre Privilegien wurden ihr entzogen und ein neues Disziplinarverfahren eingeleitet. Wenige Wochen später wurde sie in eine andere Strafkolonie mit strengeren Regeln verlegt.
Margaret hingegen kehrte am nächsten Morgen mit ihrem Wäscheeimer in den Hof zurück, als wäre nichts geschehen. Doch nun war alles völlig anders. Die Frauen, die sich zuvor nicht einmal getraut hatten, mit ihr zu sprechen, kamen nun von selbst auf sie zu, um ihr beim Wasserholen zu helfen, boten an, ihre schweren Sachen zu tragen, und duldeten nicht mehr, dass jemand die alte Frau anschrie.
Eine junge Gefangene flüsterte ihm zu:
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