Sie war tatsächlich gekommen. Familie
Das war das Erste, was Adrien Delcourt nicht fassen konnte.
Er brach in schallendes Gelächter aus und hob mitten in der Villa seiner Mutter, umgeben von importierten Pfingstrosen, in Elfenbeinbänder gehüllten Geschenken und Gästen, die Grausamkeit nur allzu gern als Scherz abtaten, ein Glas Weißwein.
„Soll sie doch zusehen“, sagte er selbstgefällig. „Sie konnte mir ja nicht mal ein Kind schenken.“
Der Raum brach in Gelächter aus.
Seine schwangere Frau, Héloïse Garnier, lächelte und strich sich langsam über den Bauch, als wolle sie der ganzen Gesellschaft eine Trophäe präsentieren. Schwangerschaft und Mutterschaft
Und für einen schrecklichen, eisigen Augenblick glaubten alle, Zeuge einer weiteren Demütigung von Claire Beaumont zu werden.
Dann öffnete sich die Haustür. Türen und Fenster.
Eine leise Stimme, sanft und klar, scharf genug, um die Stille zu durchschneiden, durchbrach das Gelächter wie eine Klinge.
„Mama.“
Adriens Lächeln erlosch.
Die Stille brach so plötzlich herein, dass sie inszeniert wirkte.
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Tante blinzelte.
„Moment mal … wessen Kind ist das?“ Kinderbetreuung
Claire zuckte nicht einmal mit der Wimper.
Sie trat ein, in einem cremefarbenen Kleid von stiller Eleganz, jener Art von unaufdringlichem Luxus, der Unbehagen auslöst, weil er keiner Zustimmung bedarf.
Ihr Gesicht war ruhig.
Nicht angespannt.
Nicht verletzt.
Nicht defensiv.