Adrien Delcourt und Héloïse Garniers Babyparty
Natürlich.
Und natürlich fand die Feier im Haus ihrer Mutter in Neuilly-sur-Seine statt, wo jedes Familientreffen einer als Tradition getarnten Inszenierung glich.
Dann entdeckte sie den gefalteten Zettel hinter dem anderen.
Sie faltete den Brief auseinander.
Adrien schrieb in schneller Handschrift:
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„Ich dachte, du würdest vielleicht gern die Familie sehen, die du mir nie geben konntest.“
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Claire las ihn einmal.
Und dann noch einmal.
Vor drei Jahren hätten diese Worte sie wie ein Messer getroffen.
Vor drei Jahren wäre sie wohl in ihrem Stuhl zusammengesunken und hätte zugelassen, dass seine Grausamkeit all die Wunden wieder aufreißt, die er ihr zugefügt hatte.
Aber die Frau, die da stand, war nicht mehr die Frau, die Adrien zu kennen glaubte. Mehr anzeigen
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Sie faltete den Brief sorgfältig zusammen und steckte ihn in den Umschlag.
In diesem Moment rannte die kleine Lucie herein.
„Mama!“
Claire kniete sich sofort hin.
„Ja, mein Schatz?“
Lucie hob feierlich das rosa Kaninchen hoch.
„Das Kaninchen braucht neue Schuhe.“
Claire lächelte unwillkürlich.
„Dann kaufen wir ihr morgen die schönsten Schuhe der Stadt.“
Lucie nickte zufrieden.
Madeleine, die Haushälterin/das Kindermädchen, saß am Küchentresen, wischte sich die Hände an einem Geschirrtuch ab und betrachtete den Umschlag.
„Er sieht elegant aus. Was ist drin?“
Claire reichte ihr den Umschlag.