Es war ein von einem Anwalt aufgesetzter Vertrag.
Wenn ich unterschrieb, würde Diego die Hälfte meines Hauses erhalten und außerdem mietfrei dort wohnen dürfen.
„Unterschreib!“, befahl meine Mutter.
„Ihr seid alle verrückt, wenn ihr glaubt, ich mache das!“
Ich griff nach meinem Handy.
Lucía reagierte, bevor ich es entsperren konnte.
Sie packte mich am Hals.
Sie drückte mich gegen die Wand.
Mein Kopf knallte so hart gegen den Putz, dass mir für einen Moment schwarz vor Augen wurde.
„Unterschreib jetzt!“, schrie sie. „Alles, was du hast, verdankst du uns, dass wir dich großgezogen haben!“
Ich sah meinen Vater an.
Ich erwartete, dass er etwas tun würde.
Ernesto drehte sich nur zum Fenster.
Diego kam herüber und legte mir einen Stift hin.
„Mach es, Mariana. Und damit ist die Sache erledigt.“
In diesem Moment begriff ich, dass diese drei nicht gekommen waren, um vor meiner Hochzeit bei mir zu sein.
Sie waren gekommen, um mich zu zwingen, alles aufzugeben, was ich mir über Jahre aufgebaut hatte.
Und keiner von ihnen schien bereit zu sein, mich ohne meine Unterschrift gehen zu lassen.
Ich konnte nicht fassen, was nun geschehen würde …