Ich schluckte die Demütigung hinunter. „Ich habe ein Motelzimmer.“
„Nein, Sie haben ein Zimmer in meinem Haus.“
„Ich brauche keine Almosen.“
„Gut“, sagte er. „Denn ich werde Ihnen ein Angebot machen.“
In seiner Küche legte er drei Dinge vor mich hin: einen Schlüssel, den Namen eines Scheidungsanwalts und einen versiegelten Umschlag von einem Fruchtbarkeitsspezialisten aus Boston.
„Meine verstorbene Frau wurde jahrelang für etwas verantwortlich gemacht, das nicht ihre Schuld war“, sagte er. „Ich habe gelernt, niemals dem lautesten Partner in einer Ehe zu vertrauen.“
Der Umschlag enthielt einen bereits bezahlten Termin.
Ich starrte ihn an. „Warum haben Sie das getan?“
„Weil Julian gelogen hat.“
Er schob mir eine Fotokopie über den Tisch. Es war ein Laborbericht, den ich noch nie gesehen hatte. Julians Name stand ganz oben.
Schwere männliche Unfruchtbarkeit. Praktisch keine Chance auf eine natürliche Empfängnis.
Meine Hände begannen zu zittern.
Garrisons Blick verhärtete sich. „Ihr Mann hat das Original über eine Klinikangestellte vergraben lassen. Ich habe eine Kopie behalten, weil gegen diese Angestellte ermittelt wurde.“
„Ermittelt?“
Eine seltsame, fast bedrohliche Ruhe legte sich über Garrisons Gesicht.