„Ich glaube, noch nie hat mich jemand so angesehen.“
Dann brach sie in Schluchzen aus, plötzlich und heftig, als wäre sie völlig überrascht worden. Sie rang nach Luft, und ich hörte, wie sie versuchte, sie zu dämpfen, sie leiser zu machen.
„Mama“, sagte ich sanft. „Soll ich kommen?“
Dann schluchzte sie wieder … Stille. Dann noch ein abgehacktes Geräusch; es war kein richtiges Wort.
„Nein“, brachte sie schließlich hervor. „Nein, ich … ich wollte dir nur sagen, dass ich es gesehen habe. Das ist alles.“ Sie legte auf, bevor ich noch etwas sagen konnte. Stille.
Am nächsten Morgen fand ich einen Umschlag unter der Fußmatte.
Darin war ein Geschenkgutschein von einem Musikgeschäft und dahinter eine kleine, gefaltete Notiz in der präzisen, schrägen Handschrift meiner Mutter.
„Für Aaron. Lass ihn spielen, weil er es will.“
Ich stand lange im Türrahmen, den Zettel in meiner Handfläche, das Licht aus dem Flur fiel auf den Boden.
Zum ersten Mal seit Jahren hatte ich nicht das Gefühl, dass etwas zerbrochen war. Es war kein endgültiger Abschluss, noch nicht.
Aber vielleicht war es etwas Besseres. Vielleicht war es der Beginn von etwas Neuem.
Zum ersten Mal seit Jahren hatte ich nicht das Gefühl, dass etwas zerbrochen war.