„Das ist absolut respektlos“, fuhr sie mich an, und ihr Gesicht rötete sich. „Was glaubst du eigentlich, wer du bist, dass du unseren Urlaub absagst?“
„Ich habe genau dasselbe getan wie du“, erwiderte ich ruhig. „Du hast mir gesagt, ich sei auf deiner Kreuzfahrt nicht willkommen. Ich habe dafür gesorgt, dass du auf meiner auch nicht willkommen bist.“
Charles rieb sich langsam das Gesicht, sichtlich erschöpft.
„Margaret, das geht zu weit“, murmelte er.
Ethan sprach schließlich mit fester Stimme.
„Mom, was du gesagt hast, war demütigend. Für sie. Und für mich.“
„Ich wollte dich nur beschützen!“, beharrte sie.
„Nein“, sagte ich leise. „Du wolltest nur deinen Stolz verteidigen.“
Ich stand auf und schnappte mir meine Tasche.
„Claire, warte mal“, sagte Ethan. „Lass uns reden.“
„Werden wir“, antwortete ich. „Aber nicht hier.“
Ich sah Margaret ein letztes Mal an. Sie sah mich an, als hätte ich gerade etwas zerstört, das sie für unantastbar hielt.
„Gute Nacht.“
Und ich ging hinaus.
Zwei Tage später packte ich. Nur ein Koffer – bequeme Kleidung, ein paar Kleider. Der Gedanke, allein zu verreisen, löste keine Einsamkeit in mir aus.
Es war ein Gefühl von Frieden.
Die Türklingel ertönte.
Ethans Generation.
Er sah müde aus, als hätte er nicht geschlafen.
„Darf ich reinkommen?“