Vanessa kniff die Augen zusammen.
„Ich habe immer noch Hunger. Gib mir etwas. Du wirst auch ohne Essen einen Tag überleben.“
„Nein.“
Die Antwort war bestimmt und ruhig.
Furchtlos.
Als ob die gefährlichste Frau im ganzen Gefängnis nicht direkt vor ihr stünde.
Einige Augenblicke lang herrschte absolute Stille im Speisesaal.
Viele wussten, dass dies kein gutes Ende nehmen würde.
Vanessas Gesichtsausdruck veränderte sich schlagartig.
Sie war es gewohnt, dass jeder einem einzigen Befehl gehorchte.
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Noch nie hatte sie eine so direkte Ablehnung erfahren.
Im nächsten Augenblick packte er das Metalltablett und riss es mit einer schnellen Bewegung weg.
Reis, Fleisch und Gemüse landeten auf dem Boden.
Ein Raunen ging durch den Speisesaal.
Vanessa lächelte verächtlich, während sie die junge Frau anstarrte.
„Weißt du überhaupt, wer ich bin?“
Die Neuankömmling antwortete nicht.
„Knie dich sofort hin! Du wirst für deine Unverschämtheit bezahlen!“
Doch das Mädchen rührte sich nicht.
Sie blieb sitzen und beobachtete sie mit beunruhigender Ruhe.
Diese Haltung brachte Vanessa schließlich zur Weißglut.
Ohne ein weiteres Wort packte er sie grob an der Schulter und versuchte, sie von der Bank zu zerren.
Mehrere Insassinnen wandten den Blick ab, überzeugt, dass die Neuankömmling in wenigen Sekunden auf dem Boden liegen und um Gnade flehen würde.
Was Vanessa nicht wusste: Sie hatte gerade den größten Fehler ihrer gesamten Haftzeit begangen.
Denn diese mysteriöse, tätowierte Frau war nicht die, für die sie alle hielten.
Und in wenigen Sekunden würde der gesamte Speisesaal die wahre Identität der Neuankömmling erfahren … 😱😮
Nach diesen Worten blieb Vanessa einige Sekunden lang regungslos stehen, unfähig zu glauben, was sie gerade gehört hatte.
Niemand hatte es je gewagt, ihm so zu antworten.
Sie spürte, wie die Wut in ihr aufstieg.
Jahrelang hatte sie die Kontrolle über das Gefängnis bewahrt, indem sie Angst unter den anderen Insassinnen verbreitete.
Wenn sie zuließ, dass eine Neuankömmling sie ungestraft herausforderte, würde noch am selben Tag das ganze Gefängnis darüber reden.
Und das würde ich nicht zulassen.
„Ich sage es noch einmal … knie nieder!“, zischte er mit zusammengebissenen Zähnen, seine Stimme erstickte vor Wut.
Die junge Frau schwieg.
Keine einzige Geste.
Kein Wort.
Plötzlich versetzte Vanessa ihm einen heftigen Schlag mitten ins Gesicht.
Ein gedämpfter Schrei hallte durch den Speisesaal.
Einige Insassinnen wandten sogar den Blick ab, überzeugt, Zeugen einer weiteren brutalen Prügelattacke zu werden.
Doch dann geschah etwas, womit niemand gerechnet hatte.
Im letzten Moment gelang es der unbekannten Frau gerade noch, sich zu bücken, und der Schlag streifte sie.
Alles ging so schnell, dass viele gar nicht begriffen, was geschehen war.
Vanessas Faust traf ins Leere.
Zum ersten Mal spiegelte sich Verwirrung im Gesichtsausdruck der riesigen Frau wider.
Ohne zu zögern, griff er erneut an.
Doch die junge Frau wich dem zweiten Schlag mit derselben Leichtigkeit aus.
Es war, als könnte ich jede seiner Bewegungen vorhersehen.
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Der ganze Speisesaal erstarrte.
Niemand erinnerte sich, jemals jemanden gesehen zu haben, der Vanessas Angriffen mit solcher Gelassenheit auswich.
Das war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte und sie die Beherrschung verlieren ließ.
Mit einem Wutschrei stürzte er sich auf das Mädchen, um sie zu packen und zu Boden zu reißen.
Doch diesmal begnügte sich die Neuankömmling nicht nur mit der Verteidigung.
Mit einer schnellen und präzisen Bewegung packte sie den Arm ihrer Rivalin.
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