Teil 1:
Die Stimme des Ermittlers war kaum über die Stille des Ballsaals zu hören, doch sie traf mit viel größerer Wucht als jeder Schrei es je könnte.
Zum ersten Mal in meinem Leben sah ich meinen Vater zögern.
Richard Brooks – der Mann, der sein Imperium auf Kontrolle, Perfektion und sorgfältig verborgenen Wahrheiten aufgebaut hatte – stand unter den Kristalllüstern, den Kiefer angespannt und den Blick zwischen mir, Madison, dem Champagnerglas in ihrer Hand, und den Beamten hin und her wandernd, die leise hinter Detective Aaron Vale hereinkamen.
Die elegante Verlobungsfeier hatte sich in etwas völlig Unerkennbares verwandelt. Das Streichquartett war verstummt. Die Angestellten standen wie erstarrt da, die Tabletts in den Händen. Die Gäste in ihren teuren Kleidern und Anzügen hielten den Atem an und begriffen, dass dies kein Fest mehr war.
Es war ein Zusammenbruch.
Der Detektiv erklärte ruhig, dass sie einen Hinweis auf eine mögliche Manipulation von Madisons Getränk erhalten hätten und dass sie die Sache angesichts der früheren Ermittlungen zum Tod von Richards erster Frau ernst nähmen.
Sofort verbreitete sich ein Raunen im Raum.
Meine Stiefmutter Eleanor wurde blass, als sie von Richards erster Frau hörte, und verlangte eine Erklärung. Richard versuchte das Thema schnell abzutun und beharrte darauf, es handle sich um ein Missverständnis.
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