�Woher kommen die denn?�, fragte ich.
�Kirchenspende�, antwortete Mama zu schnell.
Ich schaute aus dem K�chenfenster.
Victor war drau�en und fegte den Schnee von den Stufen.
Nichts davon ergab f�r mich Sinn.
�
Dann kam der Krebs und lie� meine Mutter langsam schrumpfen.
Stephanie hatte einst Eink�ufe in beiden H�nden getragen und T�ren mit den Ellbogen ge�ffnet. Gegen Ende waren ihre Handgelenksknochen unter der Haut sichtbar.
Zwei Wochen vor ihrem Tod sa� ich neben ihrem Krankenhausbett, w�hrend sie nerv�s an der Decke zupfte.
�Fiona.�
« Ich bin hier. »
�Du musst mir etwas versprechen.�
Ich beugte mich n�her.
�Mama, ruh dich aus.�
« NEIN. »
Ihre Finger umfassten mein Handgelenk.
« Sieger. »
Mir stockte sofort der Atem.
�Nicht schon wieder.�
�Versprich mir, dass du ihn f�tterst.�
�Warum?�, fl�sterte ich. �Warum er? Warum immer er?�
Ihre Augen f�llten sich mit Tr�nen.
�Ich habe ihn nie �ber dich gestellt.�
�Es f�hlte sich so an, als ob du es getan h�ttest.�
« Ich wei�. »
Ihre Stimme versagte.
�Und es tut mir leid.�
�Dann sag mir, warum.�
Sie blickte zur T�r.
�Wenn Mark auftaucht, nachdem ich weg bin, darf er die blaue Schachtel nicht ber�hren.�
Ich blinzelte.
�Onkel Mark?�
�Versprich es mir.�
�Was hat Mark mit Victor zu tun?�
Ihr Griff verst�rkte sich.
�Er wird ihn vollst�ndig ausl�schen.�
�Wen l�schen?�
�Versprich es mir einfach, Fiona.�
Ich wollte Antworten. Ich wollte alle.
Aber sie sah entsetzt aus, und egal wie alt ich war, ich war immer noch ihre Tochter.
�Ich verspreche es�, sagte ich.
Eine Tr�ne rollte �ber ihre Wange.
�Er war mein sicherer Hafen�, fl�sterte sie.
Ein paar Tage sp�ter war sie verschwunden.
Nach der Beerdigung f�llten die Menschen Mamas kleines Haus mit belegten Br�tchen und stiller Anteilnahme. Sie hatte das Haus Jahre zuvor gekauft, nachdem sie jeden Cent gespart hatte.
Onkel Mark stand in der N�he des Flurs und sortierte bereits Kisten.
Ich ging auf ihn zu.
« Was machst du? »
Er schenkte mir dieses ruhige L�cheln, das er immer dann aufsetzte, wenn er wollte, dass ich an mir selbst zweifelte.
« Portion. »
�Indem Sie ihre Sachen durchsehen?�
�Deine Mutter hat zu viel aufgehoben, Fiona. Alte Unterlagen. Zerbrochenes Geschirr. Dinge, die sie nur an Traurigkeit erinnerten.�
�Ich entscheide, was bleibt.�
Sein L�cheln verfinsterte sich.
�Du trauerst. Jetzt ist nicht die Zeit f�r emotionale Entscheidungen.�
Ich blickte an ihm vorbei zum hinteren Fenster. Victors H�tte lag hinter dem Zaun, teilweise von Unkraut verdeckt.
�Komisch�, sagte ich. �Meine Mutter hat mir dasselbe �ber dich erz�hlt.�
Marks Hand erstarrte auf einem Pappkarton.
�Was hat Stephanie gesagt?�
�Wenn du vorbeikommst, darfst du die blaue Box nicht ber�hren.�
F�r einen kurzen Augenblick ver�nderte sich etwas in seinem Gesichtsausdruck.
Dann lachte er.
�Sie war krank.�
�Sie hatte Angst.�
�Von mir?�
« Du sagst es mir. »
Er warf einen Blick zu den im Wohnzimmer versammelten Verwandten, bevor er seine Stimme senkte.