Damian Volkov hatte alle Krankenschwestern entlassen, die es gewagt hatten, sein Zimmer zu betreten, und das gesamte Anwesen hatte gelernt, den sterbenden Mafia-Boss zu fürchten, der sich hinter der verbotenen Tür versteckte.

Damians Worte hallten im Raum wider wie eine Warnung, die niemand verstand.

„Sie kann hören, was keiner von euch hört.“

Die Wachen an der Tür wechselten unsichere Blicke. Dr. Anton Petrov, der Arzt, der Damian seit der Vergiftung behandelt hatte, stand mit seiner offenen Ledertasche am Fenster. Selbst er schien sich nicht sicher zu sein, ob Damian vor Fieber, Schmerzen oder etwas viel Besorgniserregenderem sprach.

Ich eilte zum Bett.

„Lila, komm her.“

Meine Tochter drehte sich nicht um.

Sie setzte sich neben den meistgefürchteten Mann in Baltimore, als wäre er nur ein weiterer einsamer Patient. Ihre kleine Hand ruhte auf seiner Brust, ihr Stoffhase unter ihrem Arm. Damians Hand bedeckte ihre, nicht fest, aber fast beschützend.

„Herr Volkov“, sagte ich sanft, „sie versteht nicht, wo sie ist.“

Damiens dunkle Augen trafen meine.

„Sie versteht mehr als jeder andere in diesem Haus.“

Ihre Stimme war kaum mehr als ein Flüstern, doch alle Wachen sprangen in Habachtstellung.

Lila musterte sein Gesicht. Dann hob sie ihre freie Hand und deutete langsam.

Dein Herz hat Angst.

Mir schnürte es die Kehle zu.

Damian starrte auf seine Finger.

„Was hat sie gesagt?“

Ich zögerte.