Dann musste ich fast lächeln.
Fast.
Der Anwalt zögerte, sein Blick wanderte zur Tür, als warte er auf etwas.
Und das tat er auch.
Die Tür öffnete sich hinter mir.
Schritte – langsam, bedächtig.
Ein dünner, schwarzer Ordner lag auf dem Tisch neben dem Testament.
„Wir entschuldigen uns für die Verzögerung“, sagte die Stimme. „Der Verkehr war furchtbar.“
Mein Anwalt.
Er nickte mir einmal zu, ein stummes Einverständnis.
Mein Vater lachte bitter. „Hat ja lange genug gedauert. Machen wir es offiziell.“
Mein Anwalt sah meine Eltern endlich an, und sein Gesichtsausdruck veränderte sich nicht.
„Ich fürchte“, sagte er ruhig, „so ist es nun mal.“
Er öffnete den Ordner.
„Fangen wir mit der Vormundschaft an“, sagte er. „Sie behaupten, Sie seien immer noch Frau Harts gesetzlicher Vormund, richtig?“ Mein Vater lehnte sich zurück, als ob ihm die Diskussion Spaß machte. „Natürlich. Wir haben es nie unterschrieben. Sie ist weggelaufen.“
Meine Mutter unterbrach mich mit zitternder Stimme: „Wir waren überfordert. Lena war schwierig. Wir dachten, die Zeit mit Evelyn würde helfen, aber wir wollten nie …“
Mein Anwalt schob das erste Dokument über den Tisch.
„Entzug des Sorgerechts“, las er ruhig vor. „Vor zwölf Jahren eingereicht. Von einem Richter unterschrieben.“
Er drehte es ihnen zu.
Ihre Namen standen darauf.