„Ich lächelte.
Sie haben den Ermittlern bereits vor sechs Wochen alles gegeben, was sie brauchten.“
Er starrte mich an.
Sechs Wochen?
Die Offshore-Überweisungen.
Ich ging zum Champagnertisch.
Die falschen Verkäufer.
Ich schenkte mir Wasser ein.
Die bestochenen Wirtschaftsprüfer.
Ich nippte langsam.
Und die 28 Millionen Dollar, die Sie für Ihre neue, psychisch labile Frau ausgeben wollten.
Das Glas knallte auf den Tisch. Adrian stürzte sich plötzlich auf mich.
Diesmal traf er mich nicht.
Die Schlafzimmertür öffnete sich.
Zwei Männer in dunklen Anzügen traten ein.
Adrian blieb stehen.
Hinter ihnen stand seine Mutter,
Celeste Vale.
Sie trug dasselbe silberne Kleid wie bei der Hochzeitsfeier.
Die Diamanten funkelten im Licht des Schlafzimmers.
Neben ihr stand Dr. Silas Mercer. Er trug eine schwarze Arzttasche.
Celeste blickte Adrian am Boden an.
Dann sah sie mich an.
Ihr Gesichtsausdruck verzerrte sich vor Wut.
„Was haben Sie meinem Sohn angetan?“
„Hallo, Celeste.“
Sie erstarrte.
Nicht wegen meines Tonfalls.
Weil ich sie mit ihrem Vornamen angesprochen hatte.
„Du unverschämter kleiner Bengel …“
„Dr. Mercer“, unterbrach ich sie.
Der Psychiater starrte mich an.
Ich warf einen Blick auf seine Krankenakte.
„Midazolam?“ Er umklammerte den Griff der Tube fester.
„Oder haben Sie heute Abend Haloperidol mitgebracht?“ Er wurde kreidebleich.
Celeste wandte sich ihm zu.
„Wovon reden Sie?“
Ich lächelte.
„Dr. Mercer ist sehr beschäftigt.“
Adrian richtete sich auf.
„Mama, sie ist so eine Art Forscherin.“
Celeste sah mich wieder an.
Er sah mich wirklich an. Zum ersten Mal seit unserem Kennenlernen sah sie nicht Evelyn Hart.
Sie suchte nach meinem Gesicht.
Sie kniff die Augen zusammen.
Dann öffnete sie sie.
Ich sah, wie sie mich erkannte.
„Nein“, flüsterte sie.
Adrian sah zwischen uns hin und her.
„Was?“ Celeste wich zurück.
„Nein.“ Sie hielt sich die Hand vor den Mund. Ich nahm die empfindlichen Kontaktlinsen heraus, die ich seit achtzehn Monaten trug. Meine grauen Augen starrten sie an.
Celeste gab fast nach.
„Du bist tot.“
Adrian runzelte die Stirn.
„Mutter?“ Celeste zeigte auf mich.
Ihr Finger zitterte.
„Du warst in Prag.“
Ich senkte den Kopf.
„Vor sieben Jahren.“ Adrian sah verwirrt aus.
“Was zum Teufel ist hier los?”