„Glaubst du, das ist wichtig?“
„Ja.“
„Meine Familie kontrolliert die Richter.“
„Zwei.“
Er hörte auf zu lachen.
Ich fuhr ruhig fort.
„Richter Harold Brennan hat über Vale Strategic Holdings dreihunderttausend Dollar angenommen. Richter Peter Sloan hat Immobilien auf den Cayman Islands erhalten.“
Adrian wurde kreidebleich.
„Woher weißt du das?“
Ich ließ seinen Arm los.
Er rutschte weg und kroch zum Bett.
Ich ließ ihn.
Adrian schnappte sich den blauen Ordner.
Er riss das psychiatrische Gutachten heraus.
„Verstehst du, was hier steht?“, rief er. „Dr. Mercer hat dich bereits für psychisch krank erklärt!“
„Seite sechs.“
„Was?“
„Lies Seite sechs.“
Adrian senkte den Blick.
Seine Augen überflogen das Dokument.
Dann blieben sie stehen.
Die Unterschrift am Ende war seine.
Die obigen Absätze entsprachen nicht dem, woran er sich erinnerte.
Seine Hände begannen zu zittern.
Ich sah, wie sich Verständnis in seinem Gesicht spiegelte.
Das Dokument war kein psychiatrisches Gutachten.
Es war eine Bestätigung der Offenlegung.
Adrian Vale hatte eine Erklärung unterzeichnet, in der er bestätigte, von den betrügerischen Buchhaltungspraktiken innerhalb der Vale Meridian Corporation gewusst zu haben.
„Du hast die Papiere vertauscht“, murmelte er.
„Nein.“
Ich nahm meinen Ehering vom Nachttisch.
„Du liest sie nie.“ Sein Blick ruhte auf dem Ring.
Ich drückte zweimal auf den Diamanten.
Ein kleines blaues Licht flackerte unter dem Stein.
Adrian sah hin.
„Audio?“
„Audio.“
Er keuchte.
„Und Video.“
Ich deutete nach oben.
Der Rauchmelder über dem Bett enthielt eine Kamera.
Adrian sah krank aus.
„Du hast mich aufgenommen?“
„Jedes Wort.“
„Das kannst du nicht benutzen.“
„Ich brauche es nicht.“