Valeria verstand anfangs gar nichts.
Dieses Haus in Coyoacán war keine Villa, aber es war ihr Zufluchtsort. Ihre Eltern hatten ihr einen Satz mitgegeben, den sie nie vergessen sollte: Immobilien.
– Eine Frau, die ihre eigene Technologie beherrschte, ohne sich von Angst einschüchtern zu lassen.
Zwei Monate waren es noch bis zu ihrer Hochzeit mit Diego. Sie dachte, sie würden sich gemeinsam ein Leben aufbauen. Deshalb schöpfte sie auch keinen Verdacht, als er zwei Wochen zuvor um einen Schlüssel bat.
– „Schatz, gib ihn mir für Notfälle“, sagte er mit diesem ruhigen Lächeln, das sie immer entwaffnete. „Schließlich wird es auch mein Haus sein.“
Valeria glaubte, ihm den Schlüssel zu geben, sei ein Liebesbeweis.
Sie ahnte nicht, dass sie damit Tür und Tor für einen Einbruch geöffnet hatte.