Mein Versprechen gab seiner Mutter den Schlüssel zu meinem Haus. Als du zur Arbeit zurückkamst, fandest du deine ganze Familie im Haus vor, die die Zimmer unter sich aufteilte, als wären es ihre eigenen: „Geht in die Küche. Hier hat die Familie das Sagen.“

—Ja, Mädchen, wenn du so heiratest, bevor du wirklich verheiratet bist, wird diese Ehe nicht halten.

Valeria sah sie an, ohne zu blinzeln.

—Dann ist es ja gut, dass du mich noch nicht geheiratet hast.

Diego nahm sie am Arm und führte sie in den Flur. Seine Hand brauchte länger als nötig.

—Bist du verrückt?, flüsterte er. —Warum erzählst du das meiner Familie?

—Weil ich wissen muss, wer du bist, bevor ich mich auf ein Leben mit dir einlasse.

—Du übertreibst.

—Wusstest du, dass sie kommen würden?

Diego widersprach nicht.

—Wusstest du, dass sie Koffer mitbringen würden?

Er blickte zu Boden.

—Wusstest du, dass deine Mutter gesagt hat, dieses Haus gehöre praktisch uns?

Sein Schweigen war schlimmer als ein Geständnis.

Valeria ließ ihn los und ging zum Eingang. Da sah ich etwas, das vorher niemandem aufgefallen war.

Über dem alten Schloss hing ein neues.

Glänzend. Frisch eingebaut.

„Wer hat das angebracht?“, fragte er und deutete auf die Tür. Türen und Fenster.