Ein kleines Mädchen schlief in einer Mülltonne, versunken in ihre Kindheitsträume, als ein Milliardär namens Igor auf sie zukam. Er war nicht nur für seinen Geschäftserfolg und seinen brillanten Verstand bekannt, sondern auch für die Härte, mit der er alle um sich herum behandelte. Er besaß alles: teure Autos, luxuriöse Villen, Macht, Geld … Doch trotz alledem spürte er oft eine tiefe Leere in seiner Seele, eine Leere, die sich weder durch Geld noch durch Besitz füllen ließ.
An jenem Abend kehrte Igor nach langen Verhandlungen nach Hause zurück. Müde und gereizt ging er eine enge Gasse entlang, als er plötzlich ein kaum hörbares Schluchzen vernahm. Seine Aufmerksamkeit wurde von einer schwarzen Mülltonne angezogen, aus der etwas Lebendiges emporstieg. Als er näher kam, sah er ein kleines Mädchen, das sich zwischen dem Müll zusammengekauert hatte, als wäre es ihr gewohntes Bett.
Ihr zerzaustes Haar, ihr schmutziges Gesicht und ihr abgemagerter Körper bildeten einen starken Kontrast zu der Welt, in der er lebte. Dieser Moment erschütterte Igor; in seinem Leben war einfach kein Platz für solche Bilder.
„Hallo, Kleine“, sagte er und berührte sanft ihre Schulter. Das Mädchen schreckte hoch. Sie wich zurück, die Augen vor Angst geweitet. Doch als sie den Mann im teuren Anzug vor sich sah, beruhigte sie sich etwas.
„Wer sind Sie?“, flüsterte sie und versuchte, das Zittern in ihrer Stimme zu verbergen.
„Mein Name ist Igor. Ich bin Geschäftsmann. Was machen Sie hier?“
Er holte tief Luft und begann seine Geschichte: einfach, aber unglaublich berührend. Sie hieß Lena. Ihre Eltern waren verschwunden, nachdem die Familie auf der Suche nach Arbeit in die Stadt gezogen war. Nach einem tragischen Unfall war sie ganz allein. Sie hatte versucht, Hilfe zu bekommen, war aber immer nur auf Gleichgültigkeit und Kälte gestoßen.