Meine Finger zitterten. Als ich die Worte las, überkam mich ein eiskalter Schauer:
„Ich bin heute Abend hierhergekommen, wohl wissend, dass du nicht mit mir nach Hause kommen würdest. Seit Monaten recherchiere ich, wer vor fünf Jahren die Firma meiner Familie ruiniert hat. Heute habe ich endlich die Wahrheit ans Licht gebracht: Der Mann, mit dem du mich hintergehst, ist nicht nur dein ‚Geschäftspartner‘, er ist derjenige, der uns zerstört hat. Ich habe nicht aus Geiz die Hälfte verlangt; ich wollte sehen, ob du den Mut hast, mir in die Augen zu sehen, nach allem, was du mir verschwiegen hast. Die Rechnung für heute Abend ist bezahlt, aber deine fängt gerade erst an. Such mich nicht.“
In diesem Moment begriff ich, dass Alejandro nicht nur wusste, dass ich eine Affäre mit seinem Feind hatte, sondern dass er dieses ganze Abendessen als Konfrontation und Abschied inszeniert hatte. Die 380 Dollar waren nicht mehr der teuerste Posten des Abends; mein Geheimnis hatte einen viel höheren Preis gefordert. Die Rechnung für mein Leben sollte bald bezahlt werden.