Ich beschloss, meinen Mann zu testen, und er sagte:

Niemals. Mein erster Gedanke war, dass etwas passiert war.

Doch nach dem Klicken des Schlosses war keine Stimme zu hören, nicht einmal die Türklingel. Das zweite Geräusch war nur allzu vertraut. Es war die Stimme meiner Schwester, Natalja Wiktorowna.

Ich schlich in den Keller und versteckte mich hinter der Hintertür. Ich wusste, ich sollte nicht lauschen, aber irgendetwas an der Art, wie sie so beiläufig mitten im Arbeitstag miteinander sprachen, jagte mir einen Schauer über den Rücken…

Halt den Atem an. Mein Herz hämmerte so heftig, dass ich dachte, es würde die Wand zerspringen. Anton und seine Mutter kamen ins Zimmer und blickten zur Tür. Offensichtlich, warte nicht.

Es könnte jemand zu Hause sein.

„Ich hab’s dir doch gesagt“, hallte Natalja Wiktorownas vertraute, kalte Stimme wider. „Ich bin nicht deine Rivalin. Ich will keine Familie, keine Kinder. Ich denke nur an deine Karriere.“

Es war wie ein elektrischer Schlag. Welche Karriere? Was bist du? Niemals … kurz gesagt … hatte ich Nadie irgendeinen Grund gegeben, zu denken, sie wolle keine Familie.

Anton seufzte tief.

„Mama, lass uns das nicht tun. Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt.“

„Perfekter Zeitpunkt!“, sagte sie. „Sieh dir an, wie alles geendet hat. Sie wurde gefeuert. Und sie war immer noch so überheblich und dachte, sie wäre schlauer als alle anderen. Hast du sie gewarnt? Ja. Und was hat es gebracht?“

Ich hielt mir den Mund zu, um ihn nicht zu verraten. Ich sagte, ich sei gefeuert worden. Wie hast du das denn dargestellt? Als wäre es meine Schuld gewesen, als hätte ich versagt, als hätte ich gewusst, dass ich Recht hatte.

„Ich weiß nicht, was ich jetzt tun soll“, murmelte Anton. „Ich habe mich nicht einmal entschuldigt. Ich bin einfach ins Bad gegangen und habe abgeschlossen.“

„Genau!“, sagte ich mit scharfer Stimme, wie kochendes Wasser. „Willst du überhaupt noch mit deinen Kindern reden? Mit so einer Mutter? Ich unterstütze dich in nichts; ich habe immer deine volle Aufmerksamkeit. Du musst nachdenken, Antosha. Denk gut nach. Bevor es zu spät ist.“