Was als Geschichte scheinbarer Güte begann, verwandelt sich in einen Psychothriller, in dem nichts so ist, wie es scheint. Clara Whitmore, eine junge alleinerziehende Mutter und talentierte Buchhalterin, glaubte, in Ethan Mercer den Mann gefunden zu haben, der ihr Baby an Silvester vor dem Verhungern gerettet hatte. Monate später sollte sie entdecken, dass ihr Wohltäter kein vom Schicksal gesandter Engel war, sondern der Stratege hinter all den Tragödien, die sie in die Armut gestürzt hatten.
Eine Verbindung, die über Dankbarkeit hinausging
Clara und Ethan arbeiteten bis spät in die Nacht in den Büros von Mercer Capital, aßen gemeinsam zu Abend und führten intime Gespräche. Er erzählte ihr vom Tod seiner Mutter durch eine Lungenentzündung und von dem kalten Ehrgeiz, der ihn antrieb, die Finanzwelt zu erobern. Sie teilte den Schmerz über den Verlust ihrer Eltern und die erdrückende Einsamkeit, die sie empfand, als sie die kleine Lily allein großzog.
Zwischen ihnen entstand eine unübersehbare Spannung, eine Anziehungskraft zwischen zwei Menschen, die am Tiefpunkt angelangt waren. In jener Nacht, als Clara einen millionenschweren Firmenbetrug aufdeckte, trat Ethan an sie heran und strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht. „Du bist außergewöhnlich, Clara Whitmore“, flüsterte er. Für einen Moment verschwand alles um sie herum.
Die Entdeckung, die alles veränderte
Der Computer meldete: Die Entschlüsselung war abgeschlossen. Clara hatte es geschafft, die letzte Ebene des Offshore-Trusts zu durchdringen, der den wahren Begünstigten von Aegis Holdings verbarg, jener Briefkastenfirma, die 4,2 Millionen Dollar veruntreute und Mercer Capital leerverkaufte.
Der Name auf dem Bildschirm ließ sie erstarren: Ethan Alexander Mercer.
Die Unterschrift auf dem Treuhandvertrag stimmte mit der auf ihrem eigenen Arbeitsvertrag überein. Der Mann neben ihr, der ihr die Babynahrung gebracht hatte, war derselbe Mann, der den Betrug orchestrierte, den sie untersuchte.