»Nur enge Verwandte fliegen, und du, naives Mädchen, bleib einfach zu Hause!«, lachte die Schwiegermutter, während sie ihren Koffer packte.

„Sonia, fang bloß nicht an.“

Mama wollte meiner Schwester und mir ein Geschenk machen.

Wenn ich zurück bin, reden wir über alles.

Verdirb uns nicht die Stimmung vor der Abreise.

Die Haustür knallte zu.

Der Motor des bestellten Taxis heulte auf.

In den nächsten zwei Wochen war Sofia nicht untätig.

Sie packte all ihre Sachen zusammen, selbst die kleinsten, und nahm die Vorhänge mit, die sie von ihrem eigenen Geld gekauft hatte.

Sie organisierte ein Auto und transportierte alles in eine Mietwohnung näher an ihrer Arbeit.

In dem leeren, hallenden Haus blieben nur ein altes Sofa und die Küchengeräte ihrer Schwiegermutter zurück.

Gleichzeitig installierte sie eine unauffällige Kamera im Wohnzimmer – eine Kamera am Kleiderschrank, gerichtet auf die Haustür.

Die Scheidungsklage war bereits eingereicht.

Sie kehrten am Sonntagabend zurück.

Sofia saß in der kleinen Küche ihrer neuen Wohnung, trank Tee und sah sich die Live-Übertragung der Kamera auf ihrem Tablet an.

Ihre Eltern, braun gebrannt und lautstark, stürmten herein.

„Sonia! Wir sind wieder da!“, rief Wadim und warf seinen Koffer zu Boden.

Das Echo hallte durch die kahlen Wände.

Inna betrat das Wohnzimmer und erstarrte.

„Mama … Hier sind keine Möbel mehr.“

„Und kein Fernseher mehr.“

„Was heißt das, es ist nichts mehr da?“, schrie Taisia ​​Pawlowna ins Zimmer, ohne auch nur die Schuhe auszuziehen.

„Hat sie uns ausgeraubt oder was?!

Wadik, ruf die Verrückte an!“

Sofia drückte selbst den Anrufknopf.

Wadim nahm sofort ab.

„Was hast du getan?!“, schrie er.

„Wo sind die Sachen?“

„Ist dir eigentlich klar, was du da tust?“

– Die Geschäfte sind da, wo sie hingehören.