Nach einem schrecklichen Autounfall wurde ich sofort ins Krankenhaus gebracht.
Drei Wochen später stürmte mein Mann wütend in mein Zimmer, anstatt erleichtert zu sein, mich lebend zu sehen.
„Mir reicht’s!“, schrie Caleb. „Raus aus dem Bett! Ich gebe keinen Cent mehr für dich aus!“
Bevor ich begriff, was er vorhatte, packte er meinen Arm und versuchte, mich von der Matratze zu zerren.
Als ich mich wehrte, schlug er mir mit beiden Fäusten in den Magen.
Was danach geschah, veränderte alles.
Das Zimmer roch nach Desinfektionsmittel, altem Kaffee und frischen Verbänden.
Neben meinem Bett zeigte der Herzmonitor einen langsamen, gleichmäßigen Rhythmus an, der mir als Einziger noch Halt gab.
Piep. Atmen. Piep.
Meine Beine steckten in schweren Gipsverbänden, die von den Oberschenkeln bis zu den Füßen reichten.
Meine Rippen waren gebrochen, die Fäden unter meinen Haaren verborgen, und an meinem geschwollenen Handgelenk hing noch immer das Krankenhausarmband mit meinem Namen.
REBECCA WALKER.
Die Buchstaben schienen fast überflüssig.
Ich hatte einundzwanzig Tage in diesem Zimmer gelegen und erfahren, wie schnell sich ein Verletzter unsichtbar fühlen kann.
Drei Wochen zuvor war ein normaler Nachmittag unter blinkenden Notlichtern und Glasscherben geendet.
Noch im einen Moment hatte ich überlegt, was ich zum Abendessen kochen sollte und ob Emma die Erlaubnis aus der Schule mitgebracht hatte.
Im nächsten Moment gab es einen lauten Knall, das Klirren von Metall und einen so starken Druck auf meiner Brust, dass ich kaum atmen konnte.
Meine Einlieferung war um genau 18:42 Uhr vermerkt worden.
Diese Uhrzeit stand in meiner Akte, auf den Unterlagen zu meinem Armband und auf den Formularen, die die Krankenschwestern bei jeder Medikamentenanpassung kontrollierten.
Ich erinnerte mich an fast nichts mehr von meiner Ankunft.