Zuerst verstand ich nicht, was sie meinte. Dann sah sie mich an und sagte mir die Wahrheit: Calla war nicht in den Fluss gegangen. Sie war weggegangen. Mara erklärte, ihre Mutter sei mit dem Auto zur Brücke gefahren, habe dort geparkt, ihre Handtasche zurückgelassen und ihren Mantel über das Geländer gehängt, damit es aussah, als sei sie verschwunden. Sie erzählte Mara, sie habe viele Fehler gemacht, sei bis auf den letzten Platz verschuldet und habe jemanden gefunden, der ihr helfen könne, woanders neu anzufangen. Sie sagte, die jüngeren Kinder wären ohne sie besser dran und ließ Mara schwören, dass sie niemals jemandem die Wahrheit erzählen würde. Mara war erst elf Jahre alt, verängstigt und überzeugt, dass sie, wenn sie die Wahrheit sagte, die Welt der jüngeren Kinder zerstören würde. So behielt sie dieses Geheimnis sieben Jahre lang für sich.
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