An jenem Morgen um sieben Uhr hatte ich bereits eine Ladung Toast verbrannt, drei Einverständniserklärungen unterschrieben, Sophies verlorenen Schuh im Gefrierschrank gefunden und Jason und Evan daran erinnert, dass ein Löffel keine Waffe ist. Ich bin jetzt 44 und ziehe seit sieben Jahren zehn Kinder groß, die nicht meine leiblichen sind. Es ist laut, chaotisch, anstrengend, und trotzdem ist es der Mittelpunkt meines Lebens. Calla sollte meine Frau werden. Damals war sie der Mittelpunkt des Hauses – diejenige, die ein Kleinkind mit einem Lied beruhigen und einen Streit mit einem einzigen Blick beenden konnte. Doch sieben Jahre zuvor fand die Polizei ihr Auto in der Nähe des Flusses, die Fahrertür offen, ihre Handtasche im Wagen und ihr Mantel über dem Wasser am Fensterbrett hängend. Stunden später fanden sie Mara, damals elf Jahre alt, barfuß am Straßenrand, durchgefroren und sprachlos. Als sie Wochen später endlich sprach, wiederholte sie immer wieder, dass sie sich an nichts erinnern könne. Es gab keine Leiche, aber nach zehn Tagen Suche begruben wir Calla trotzdem. Und plötzlich musste ich mich um zehn Kinder kümmern, die mich auf eine Weise brauchten, die ich mir nie hätte vorstellen können.
Ich wurde zum Vormund der zehn Kinder meiner verstorbenen Verlobten – Jahre später sah mich mein ältester Sohn an und sagte: „Papa, ich bin endlich bereit, dir zu erzählen, was wirklich mit Mama passiert ist.“