Ich kam frühzeitig nach Hause und fand meine Frau und mein Neugeborenes verlassen vor, doch die Aufnahmen der Überwachungskameras enthüllten, wer in Wirklichkeit für das Leben meiner Familie bezahlt hatte.

„Was für eine Krankheit?“

„Nierenleiden.“

„Haben Sie mit ihrem Arzt gesprochen?“

„Nein.“

„Haben Sie sie gesehen?“

„Nein.“

„Maya.“

„Ich weiß.“

In ihrer Stimme lag Scham, aber auch etwas anderes: Angst.

„Sie hat mich gebeten, niemandem etwas zu erzählen“, sagte Maya. „Sie meinte, die Leute, die sich um sie kümmern, würden ihr die Hilfe verweigern, wenn sie wüssten, dass ich einen reichen Mann habe.“

Wer sind die Leute, die sich um sie kümmern?

„Ich weiß es nicht.“

„Haben Sie Geld an Leute überwiesen, die Sie nicht kennen?“

„Auf das Konto, das sie mir gegeben hat.“

„Wie heißt der Kontoinhaber?“

Maya sah mich an.

„Hudson Family Consulting.“

Mir lief es eiskalt den Rücken runter.

„Das ist dieselbe Firma, an die meine Mutter zahlt.“

Mayas Gesichtsausdruck wechselte von Schuldgefühl zu Verwirrung.

„Was?“

„Es gibt Überweisungen vom Familienkonto. Jedes Mal neunhundert Dollar.“

„Das ergibt keinen Sinn.“

„Hast du es meiner Mutter erzählt?“

„Nein.“

„Wusste sie, dass deine Mutter dich kontaktiert hatte?“

„Ich glaube nicht.“

Ich nahm mein Handy und rief Daniel an.

Er ging sofort ran.

„Ich wollte dich gerade anrufen“, sagte er.

„Was hast du herausgefunden?“

„Hudson Family Consulting ist kein Gesundheitsdienstleister. Die Firma wurde vor sechzehn Monaten in Delaware registriert. Der eingetragene Geschäftsführer heißt Samuel Reeves.“

„Ich kenne ihn nicht.“

„Vielleicht nicht. Aber deine Mutter kennt ihn.“

„Wieso?“

„Samuel Reeves war der Geschäftspartner deines Vaters.“

Das Krankenhauszimmer schien sich zu neigen.

„Mein Vater hatte keinen Geschäftspartner.“